FAQ

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Wodurch kann Jitter bei Echtzeit-Tasks hervorgerufen werden?

Sofern nicht noch eine andere Echtzeit-Software oder ähnliche, systemkritische Software installiert ist, gibt es (fast) nichts, was unsere Echtzeit-Tasks unterbrechen oder verzögern kann, außer:

  • CLI = generelle Interrupt-Sperrungen durch Windows oder Treiber.
    Dagegen kann leider keine Software der Welt etwas tun.
    Unter Windows sind jedoch die Sperrzeiten begrenzt und daher meist ein Treiber verantwortlich.
    In diesem Fall muss die zugehörige Hardware oder der Treiber getauscht werden.
    Die Lokalisierung bzw. Identifizierung kann sich schwierig gestalten, daher bieten wir - kostenpflichtige - Hilfe durch unser Supportteam für diese Fälle an.
  • WBINVD = Befehl zum Flushen aller internen Caches.
    Wird erfahrungsgemäß ausschließlich von Nvidia-Grafiktreibern benutzt und ist dort sehr häufig zu finden.
    Nur der Austausch gegen eine ATI-Grafikkarte (AMD) beseitigt dieses Problem.
  • C1E = Enhanced Power-Save-Modes der CPU.
    Vor allem die hochgezüchteten Intel-CPUs (i7, Xeon, …) gehen bei der kleinsten Wartepause gleich so tief in den Schlafzustand, dass das Aufwachen nach einem (Timer-) Interrupt mehrere Millisekunden dauern kann.
    Dies ist entweder im BIOS abschaltbar [siehe C1E o.ä.] oder der PC ist nicht echtzeittauglich.
  • Normale Windows-Aktivitäten können Echtzeit-Tasks nicht verdrängen.
    Windows hat Priorität 0, wärend die real-time Tasks mit Priorität 1 bis 255 laufen. DPC hat keinen Einfluss.
  • Für bestmögliches Echtzeitverhalten nutzen Sie den Dedicated Mode, also das exklusive Betreiben von einem oder mehreren CPU-Kernen mit Echtzeit. Ohne Windows-Einfluss liegt das maximale Jitter bei unter 1 us.